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Chinesische Zungendiagnose ?

Mittwoch, 23. April 2008

 

Welche Bedeutung hat die Chinesische Zungendiagnose ?



In der Traditionellen Chinesischen Medizin stellt die  Zungendiagnose, neben der Betrachtung der Körperform, der Hautfarbe, der Festigkeit des Gewebes usw. ein wichtiges, ergänzendes, diagnostisches Verfahren dar.


Die Zunge wird nach Kriterien wie Form, Beweglichkeit,  Größe, Farbe und Beschaffenheit des Belages beurteilt.


So ist ein roter Zungenkörper ein Hinweis für Hitze, ein blasser eher für einen Blutmangel. Ein fehlender oder abgelöster Belag spricht für einen Yinmangel, ein dicker weißer eher für Schleim und Kälte etc.


Eine Rolle spielt zudem die Lokalisation der Veränderungen hinsichtlich der dem Zungenareal zugeordneten Funktionskreise (Organsysteme).


So bezieht sich die Zungenspitze auf den Funktionskreis Herz, die Mitte des Zungenkörpers auf Milz und Magen sowie der seitliche Rand auf Leber und Gallenblase etc.


Die Zungendiagnostik trägt oftmals wesentlich zur individuellen Chinesischen Syndromdiagnose bei bzw. ermöglicht die Bestätigung der durch die Befragung erstellten Verdachtsdiagnose.


Die Beurteilung der Zunge kann durch vorausgegangene Nahrungsaufnahme oder „Zungenputzen“ erschwert werden.


Die Zungendiagnose kommt in meiner Praxis bei allen Patienten im Rahmen der Erstbefragung bzw. im Verlauf der Behandlung zur Befundkontrolle zur Anwendung.

 
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