Aufgenommen in der Apotheke des Dongzhimen Lehrkrankenhauses der TCM-Universität Peking

CHINESISCHE KRÄUTERTHERAPIE

  1. Die Chinesische Kräutertherapie, oder besser Chinesische Arzneimitteltherapie, ist die älteste und wichtigste Therapieform der Traditionellen Chinesischen Medizin.

  2. Sie macht etwa 75 % der TCM-Therapien in China aus

  3. Die Tatsache, dass im Westen die Akupunktur häufig als die TCM dargestellt wird, ist insofern nicht ganz korrekt.

  4. Nach Rezeptierung durch einen mit TCM-Arzneien erfahrenen Therapeuten, werden die Mischungen in Form von Dekokten (Abkochungen), Granulaten, Tabletten bzw. Kapseln, Tropfen, als Tinkturen oder als äußerliche Anwendungen verabreicht.

  5. Da sich die Zubereitung der Abkochungen für den Patienten als relativ beschwerlich erweist, bin ich seit einigen Jahren dazu übergegangen Chinesische Arzneien in Form von Granulaten bzw. bei Kindern als wässrige Tropfen zu verschreiben.

  6. Gegebenenfalls kommen zu Bedarfstherapie oder langfristigen Kräutereinnahme auch Tabletten zum Einsatz.

  7. Die Auswahl der etwa 10-15 Bestandteile einer Rezeptur erfolgt auf dem Boden einer individuellen chinesischen Syndromdiagnose.

  8. Zur Anwendung kommen überwiegend pflanzliche Stoffe in Form von Wurzeln, Blättern, Stengeln, Samen, Früchten oder ganzen Arzneikräutern.

  9. Die Einteilung der Kräuter wird gemäß ihrem Temperaturverhalten, der Wirkrichtung, dem Wirkort, dem Organbezug, der therapeutischen Wirkung und der Geschmacksrichtung vorgenommen.

  10. Die Dosierung wird an das Körpergewicht angepasst, eine entsprechende Zubereitung ist deutlich höher konzentriert als westliche Heiltees.

  11. Es handelt sich um hochwirksame, apotheken- bzw. verschreibungspflichtige arzneiliche Mischungen.

  12. Die von mir verschriebenen Granulate sind von hoher Qualität, streng kontrolliert und von zertifizierten TCM-Apotheken nach Rezeptanordnung zubereitet.

  13. Sie werden in der Regel pro Rezept für 15 Tage verordnet und abhängig vom Verlauf entsprechend modifiziert. Insgesamt sollten die Kräuter über mindestens 2-3 Monate konsequent eingenommen werden.

  14. Vom Geschmack sollten die Patienten allerdings nicht zu viel erwarten.

(c) hager 2007